.W.-Dorf

 

Ein kleines Dorf vor den Toren der großen Stadt. Vor meiner Geburt hat mein Vater dort gelebt. Bei einem nur leicht anderen Verlauf des Schicksals wäre ich dort womöglich aufgewachsen.

 

Bis zur Jahrtausendwende war der dörfliche Charakter noch gut sichtbar und erlebbar. Doch in der letzten Zeit hat sich dort viel entwickelt: In nur wenigen Jahren ist eine große, neue Siedlung entstanden, die den kompletten Raum zwischen dem ursprünglichen Dorf und dem benachbarten Ort eingenommen hat, Nicht gewachsen, sondern aus dem Boden gestampft. Eine zeitgenössische Wohnstatt, modern, chic, luxuriös und teuer. Nobler Golfplatz inklusive. Aber auch funktional, clean und abschirmend.

 

 

Die wachsende Stadt verleibt sich die Dörfer des Umlands ein.


 

Lieblingsinsel in Deutschland

 

Deutsche Lieblingsinsel. Immer wieder gerne dort. Besonders im Süden, dem wenig touristischen, dem Festland zugewandten Teil. Ort für zahlreiche fotografische Inspirationen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

.Grabow

 

 Zu DDR-Zeiten war es ein Feriendorf für die Mitarbeiter des VEB Deutsche Werkstätten Hellerau. Die kleine Siedlung gibt es immer noch, etwas versteckt, aber man kann sie finden, an einem etwas versteckten, daher nicht belebten Strand der Ostsee. Die kleinen Häuser verfallen in ihrem morbiden Charme langsam vor sich hin. Der Rasen ist zumeist akkurat gemäht.

 

.Serie I      .Serie II

 

 

.Wolkentage

Die Sommertage sind nicht nur heiß und von makellos blauem Himmel geprägt, sondern zeigen immer wieder imposante Wolkenschauspiele.

  

 

.Nebeltage

Nebelige Zeit im Januar, kurze und kalte Tage. Malerische Landschaften in grau. Bäume als Bleistiftzeichnungen am Horizont. Gefrorene Wieck. Stille und Weite. 


 

.Transit

 

Das Leben.

Auf und ab - ständige Veränderung im Fluss der Zeit.
Kleine Schritte, große Schritte, manchmal Sprünge.
Niemals Stillstand, auch wenn es sich bisweilen so anfühlt.
Immer vorwärts, niemals rückwärts, selbst wenn es mal so scheint.

 

Manchmal verändert sich der Lebensmittelpunkt.
Ein neuer Rahmen, ein neuer Schwerpunkt, ein neues Zuhause. Neugestaltung, neue Herausforderungen, neue Perspektiven.
Das ist oft ein großer Schritt, vielleicht sogar ein weiter Sprung.
Ein Wagnis und eine Chance zugleich.



Der Übergang zum neuen Lebensmittelpunkt kann plötzlich kommen, das ist dann zuweilen ein Bruch in der Biographie.
Der Übergang kann sich aber auch fließend vollziehen, so war es bei mir.
Lange vorbereitet, gut geplant und mit Unterstützung von anderen, reflektiert und umsichtig.
Loslassen von Vergangenem, Einlassen auf Neues: Menschen, Orte, Gewohnheiten.

 

All das Neue ist spannend, es belebt, es setzt Kräfte frei.
In meinem Fall sind viele positive Energien freigesetzt worden.
Das Vergangene lebt in der Erinnerung fort, aber es behält seinen Platz und gewinnt an Bedeutung.

Die Bilder des Vergangenen verblassen und verschwimmen zwar, aber sie verschwinden nicht.
Sie machen neuen Bildern aus der Gegenwart Platz und korrespondieren mit ihnen. 

 


.Grenzbirken

 

Im Norden von Berlin führt die S-Bahn über ein längeres Stück unmittelbar an der ehemaligen Grenze zwischen dem West- und Ostteil der Stadt entlang. Zwar steht die Mauer nicht mehr, aber 

zum Teil lässt sich noch gut erkennen, wo die Grenze verlief. Oft markieren Birken ihren Verlauf, die bereits damals am Rande der Grenzbefestigungen und des Kolonnenweges wuchsen. Nach der Wende wurden im Zuge der gezielten Renaturierung weitere Birken gepflanzt. Die Natur hilft mit, dass die damalige Grenze sichtbar bleibt und die alte Wunde langsam heilt.

 

Die Fotos wurden im Dezember 2016 an verschiedenen S-Bahnhöfen entlang der Berliner Nordbahn aufgenommen.


.Portraitfotografie

 

Einen lieben Dank an meine Models:

Anja, Giedre, Iris, Jennifer und Lupo.

 

.Serie Eins

 

.Serie Zwei

 

.Serie Drei


„Das Auge macht das Bild, nicht die Kamera.“

Gisèle Freund (1908-2000)